Neuaufgestellt in die Kommunalwahl: Linke Hannover hat neuen Kreisvorstand gewählt

Die Linke in der Region Hannover geht mit einem neugewählten Vorstand gestärkt in den anstehenden Kommunalwahlkampf 2026. Die neuen Vorsitzenden des mit mehr als 1.900 Mitgliedern größten Kreisverbands in Niedersachsen sind Martina Hamich und Aram Ali. Mit ihnen werden 12 weitere Genossen für die zweijährige Amtszeit die politische Arbeit der Partei in der Landeshauptstadt Hannover und den Umlandkommunen gestalten.„ Der Mitgliederboom spiegelt sich in der neuen Zusammensetzung des Kreisvorstands wider. Neben fünf langjährigen Mitgliedern, die dem bisherigen Kreisvorstand angehörten, wurden neun Personen, die in den letzten Monaten Mitglied geworden sind, in den neuen Vorstand gewählt“, so die Partei in einer Pressemitteilung. Damit erhofft sie sich, politische Erfahrung und neue Impulse der Neumitglieder miteinander zu verbinden.

Martina Hamich legte in ihrer Bewerbungsrede einen Schwerpunkt auf die weitere Entwicklung der Kreispartei: „Unser Kreisverband ist enorm gewachsen. Die Mitgliederzahl hat sich innerhalb von zwei Jahren vervierfacht. Die neuen Mitglieder haben den Wiederaufbau der Partei und unseren Bundestagswahlkampf besonders geprägt. Als Mitgliederpartei hören wir auf die vielen neuen aktiven Mitglieder und schaffen Räume, um sie direkt einzubeziehen und sie zu ermächtigen, Verantwortung zu übernehmen. Unsere Aufgabe ist auch die neuen Aktiven mit unseren langjährig Engagierten mit ihren Erfahrungen zu verbinden: Energie und Erfahrung, Aufbruch und Wissen.“

Aram Ali machte für die anstehenden Wahlen den Kurs der Linken wie folgt deutlich: „Mit einer erstarkten Basis, über 20 aktiven Ortsstrukturen und enormer Energie gehen wir in den Kommunalwahlkampf. Die Linke setzt sich für günstige Mieten, bezahlbaren Nahverkehr und konsequenten Antifaschismus ein. Wir wollen Politik anders machen. Bereits im Dezember gehen wir an die Haustüren und hören den Menschen zu. Die Anliegen der Menschen werden direkt in unser Wahlprogramm einfließen. Für uns sind die Wahlen kein Selbstzweck. Wir wollen Menschen ermutigen, selbst für ihre Interessen aktiv zu werden. Dafür werden wir Mieter*innen organisieren, um gemeinsam mit ihnen gegen die gestiegenen Mietpreise zu kämpfen.“

Auf den neugewählten Kreisvorstand kommen in den nächsten zwei Jahren neben den Kommunal- und Landtagswahlen weitere Herausforderungen zu: Mit der lokalen Umsetzung der bundesweiten Mietenkampagne wird der Kreisverband Mieter*innen organisieren, um gegen die vorherrschende Mietenmafia vorzugehen. Die Partei sagt Wuchermieten, falschen Nebenkostenabrechnungen und illegalem Leerstand den Kampf an.

Die Strukturen der Partei müssen dringend an die Bedürfnisse der erheblich gestiegenen und aktiven Mitgliedschaft angepasst werden. Dazu hat die Kreispartei bereits neue Räumlichkeiten an der Goseriede angemietet, in die sie gemeinsam mit dem Abgeordnetenbüro von Maren Kaminski einziehen wird. Dort werden auch Kapazitäten für eine Sozialberatung „Die Linke hilft“ geschaffen, um Menschen in Not zu unterstützen.

Auch organisatorisch wird sich die Kreispartei weiterentwickeln, um ihre Basis noch stärker einzubinden und noch mehr mit den Menschen in Hannover und im Umland in den direkten Austausch zu treten, auch außerhalb von Wahlkämpfen, teilt die Partei weiter mit.

Bereits am 24. Januar 2026 werden sich die Mitglieder der Linken in der Region Hannover erneut zu einer Kreismitgliederversammlung zusammenfinden. Dann werden Eckpunkte für ein Kommunalwahlprogramm beschlossen sowie Kandidaturen für das Amt der Oberbürgermeister*in der Landeshauptstadt Hannover und für die Regionspräsidentschaft.

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