Die anhaltende extreme Wetterlage zwingt die ÜSTRA zu deutlichen Einschränkungen im Stadtbahnbetrieb. Nach einer Sitzung des Krisenstabs wird der Verkehr mit sofortiger Wirkung bis 17 Uhr schrittweise reduziert, anschließend gilt ein stark eingeschränktes Angebot. Hintergrund ist das hohe Risiko, dass auf den oberirdischen Strecken sowohl Infrastruktur als auch Fahrzeuge beschädigt werden könnten und dadurch die Sicherheit von Fahrgästen und Fahrpersonal nicht mehr gewährleistet wäre.
Eis und lang anhaltender Schneefall haben auf mehreren Streckenabschnitten dazu geführt, dass sogenannte Überwegplatten nach oben gedrückt wurden. In der Folge besteht die Gefahr, dass Stadtbahnwagen aufsetzen und Schäden im Gleisbereich entstehen. Ein vergleichbares Szenario hatte im Jahr 2021 zu erheblichen Beschädigungen an Fahrzeugen und Infrastruktur geführt. Diese Situation soll nach Angaben der ÜSTRA unbedingt vermieden werden.
In den kommenden Stunden wird der Takt auf den oberirdischen Strecken schrittweise heruntergefahren, um möglichst vielen Fahrgästen noch eine sichere Heimfahrt zu ermöglichen. Ab 17 Uhr verkehren die Stadtbahnen ausschließlich im Tunnel sowie auf unmittelbar angrenzenden oberirdischen Abschnitten. Bedient werden dann die A-Strecke zwischen Lortzingstraße und Stadionbrücke, die B-Strecke zwischen Dragonerstraße und Peiner Straße, die C-Strecke zwischen Königsworther Platz und Freundallee sowie die D-Strecke zwischen Hauptbahnhof und Glocksee. Alle Fahrten erfolgen mit der Linienbezeichnung „E“.
Über das weitere Vorgehen ab Betriebsbeginn am Sonnabend will die ÜSTRA rechtzeitig informieren. In den Umlandkommunen wurde der Fahrbetrieb so lange wie möglich aufrechterhalten, inzwischen sind jedoch auch die meisten sprintH-Linien, die das Umland mit der Stadt Hannover verbinden, eingestellt. Vereinzelt finden noch Fahrten statt, unter anderem auf der Linie 700.
Im städtischen Busverkehr sind die meisten Linien derzeit noch unterwegs, allerdings ist mit weiteren Einstellungen zu rechnen. Ein geregelter Fahrplan kann nicht eingehalten werden, Einschränkungen und Verspätungen sind die Regel. Aufgrund der Wetterlage und der damit verbundenen Sicherheitsrisiken schließt zudem das ÜSTRA Servicecenter bereits um 17 Uhr.
