Während des Wintersturms „Elli“ ist es im Stadtbahnverkehr der ÜSTRA zu weitreichenden Einschränkungen gekommen. Ausfälle, Teilbetriebe und eine aus Sicht der Grünen unzureichende Fahrgastinformation haben den öffentlichen Nahverkehr in der Region Hannover erneut stark belastet.
Der schienenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion in der Regionsversammlung, Eike Lengemann, sieht darin ein weiteres Warnsignal. Der jüngste Wintereinbruch habe erneut gezeigt, wie anfällig der Stadtbahnverkehr in Hannover bei Schnee und Frost sei. Aus seiner Sicht müsse die Region nun das Krisenmanagement der ÜSTRA kritisch prüfen und gemeinsam mit dem Verkehrsunternehmen auswerten. Zu klären sei insbesondere, warum bereits vergleichsweise kurze, wenn auch intensive Wetterlagen zu so massiven Betriebseinschränkungen führen.
Dabei müssten mögliche technische Schwachstellen im Gleisbereich, unzureichende Räumkonzepte und fehlende kurzfristige Reaktionsmöglichkeiten offen benannt und aufgearbeitet werden. Auch die Erfahrungen aus dem Winter 2021 zeigten nach Auffassung der Grünen, dass eine belastbare Vorbereitung auf Schneelagen bislang nicht ausreichend gelungen sei.
Gerade weil in der Region Hannover meist milde Winter herrschten, sei es umso wichtiger, auf die wenigen, dann aber umso heftigeren Schneefälle besser vorbereitet zu sein. Nach Ansicht Lengemanns brauche die ÜSTRA eine alltagstaugliche und vor allem flexible Winterstrategie, mit der der Betrieb auch bei starken Wintereinbrüchen möglichst weitgehend aufrechterhalten werden könne. Dazu zählten unter anderem eine schnellere Räumung sowie eine deutlich bessere Information der Fahrgäste, auch über mögliche Alternativen im Störungsfall.
Die Grünen kündigen an, sich in der Regionsversammlung für eine umfassende Aufarbeitung der jüngsten Ereignisse und für konkrete Verbesserungen im Wintermanagement des Stadtbahnverkehrs einzusetzen.
