Ausbau der K112 in Altwarmbüchen: Grüne begrüßen überarbeitete Planung und sehen Fortschritte für Rad- und Fußverkehr

Die Grünen in Isernhagen begrüßen die von der Region Hannover überarbeitete Entwurfsplanung für den Ausbau der Kreisstraße 112 in Altwarmbüchen. In einer öffentlichen Sitzung am Mittwoch, 21. Januar 2026, stellte die Region Hannover im Rathaus Altwarmbüchen den aktuellen Stand der Planungen für die Ortsdurchfahrt zwischen der Kircher Straße (K114) und dem Ortsausgang Richtung Kirchhorst vor. Die Region ist als Baulastträgerin für die K112 zuständig.

Aus Sicht der Grünen zeigt die sogenannte Vorzugsvariante, dass der vorhandene Straßenraum neu verteilt werden kann, ohne allein den Autoverkehr in den Mittelpunkt zu stellen. „Die Planung macht deutlich, dass nicht ein einzelnes Verkehrsmittel im Mittelpunkt steht, sondern alle Verkehrsarten berücksichtigt werden“, erklärte Fabian Peters, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Isernhagen, mit Blick auf die Vorstellung der Region.

Ein Schwerpunkt der überarbeiteten Variante ist nach Darstellung der Grünen die Führung des Radverkehrs. Vorgesehen sind beidseitige Radwege, die an Kreuzungen über Rampen auf Fahrbahnniveau geführt werden sollen. Ratsfrau Jessica Rothhardt bewertete den Ansatz in der Sitzung positiv. Die Verkehrsführung sei insgesamt überzeugender als in der Planung aus dem Jahr 2023. Als Ergänzung regte sie an, den Radweg über die Einfahrt zum Hornbach-Baumarkt hinaus zu verlängern, um dort eine bekannte Gefahrenstelle zu entschärfen.

Zum Konzept gehören außerdem Änderungen an Knotenpunkten und Querungen. Im Planungsgebiet sollen nach Angaben der Region mehrere Kreuzungen umgestaltet werden, darunter zwei Kreisverkehre an der Isernhagener Straße sowie am Knoten Am Walde/Moorwaldweg. Ergänzt werden sollen diese durch Zebrastreifen. Auch die Bushaltestellen sollen barrierefrei ausgebaut werden. Künftig sollen Busse überwiegend auf der Fahrbahn halten, Busbuchten sollen größtenteils entfallen.

Zum geplanten Mini-Kreisverkehr am Walde gab es in der Sitzung nach Angaben der Grünen zunächst kritische Nachfragen. Jessica Rothhardt verwies darauf, dass sie und weitere Ratsmitglieder anfängliche Bedenken hatten, sich aber von der vorgesehenen baulichen Ausgestaltung überzeugen ließen. Die Mittelinsel solle so gestaltet werden, dass ein Überfahren für Pkw unattraktiv werde. Beim kleinen Kreisel an der Isernhagener Straße sei eine nicht überfahrbare Mittelinsel vorgesehen, ergänzt um einen überfahrbaren Ring für große Fahrzeuge.

Ein weiterer Punkt ist die Neuordnung von Parkständen und der Umgang mit Bäumen entlang der Hannoverschen Straße. Durch die Umgestaltung wird es nach Darstellung der Region künftig weniger Parkstände geben. Fabian Peters ordnete dies aus Sicht der Grünen so ein: Für zusätzliche Parkplätze im öffentlichen Raum bestehe kein Bedarf, zugleich solle der Erhalt von Bäumen stärker gewichtet werden. Insgesamt werde die Planung, insbesondere im Hinblick auf die künftige Verkehrsführung, dennoch positiv bewertet.

Die Sitzung stieß nach Angaben der Grünen auf großes Interesse. Dr. Annette Heuer, Co-Vorsitzende der Grünen in Isernhagen, erklärte, der Andrang zeige, wie sehr das Thema die Menschen bewege. Aus Sicht der Grünen gehe es beim Ausbau nicht nur um eine Straßensanierung, sondern um eine Ausrichtung, die Rad- und Fußverkehr sowie den öffentlichen Nahverkehr stärker berücksichtige. „Klimaschutz beginnt vor der eigenen Haustür. Wenn Wege sicherer werden und der Umstieg auf das Fahrrad oder den Bus erleichtert wird, profitieren Klima, Gesundheit und die Lebensqualität im Ort“, so Heuer.

Ein konkreter Zeitplan liegt nach Angaben der Region Hannover noch nicht vor. Die Planung befindet sich im Entwurfsstadium. Vor einem Baubeginn sind weitere Planungsschritte, ein Planfeststellungsverfahren sowie die Beantragung von Fördermitteln erforderlich. Ein Baustart wird derzeit nicht vor 2028 erwartet.

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