
Die Ortsratssitzung in Kirchhorst am Dienstag, 11. Februar 2026, sowie der Planungs-, Bau- und Liegenschaftsausschuss am Donnerstag, 25. Februar, befassen sich mit der Beschlussvorlage zum neuen Spielplatzkonzept für die Ortschaft Kirchhorst. Ziel ist es, das Konzept zu beschließen und umzusetzen, um die Attraktivität der Kinderspielplätze vor Ort zu erhöhen.
Das vorgelegte Konzept basiert auf einer umfassenden Bestandsaufnahme der Kinderspielplätze in Kirchhorst, die in einem Spielplatzkataster detailliert erfasst sind. Auf Grundlage dieser Daten sowie regelmäßiger Kontrollen wurde eine Kategorisierung der Spielplätze nach Priorität vorgenommen. Die höchste Prioritätsstufe, Kategorie 1, umfasst zentrale Spielplätze mit mindestens 1.000 Quadratmetern Fläche und mindestens fünf Spielgeräten, darunter eine Spielkombination. Dazu zählen die Spielplätze Kirchhorster See, Am Knick und Ortsmitte Schule. Für den geplanten neuen Spielplatz in der Neuen Mitte Kirchhorst ist vorgesehen, ihn nach den Kriterien dieser Kategorie anzulegen.
Spielplätze mittlerer Priorität (Kategorie 2) sind Glockenheide und Binsenweg, die eine mittlere Größe und eine Ausstattung mit mindestens fünf Einzelgeräten aufweisen. Die Kategorie 3, dafür niedriger prioritär, ist dem Spielplatz Arnikaweg zugeordnet, der eine geringere Größe und weniger Geräte bietet. Die Spielplätze Hinter Pastors Hofe und Im Hainholz werden in Kategorie 4 eingeordnet; diese sollen rückentwickelt werden, wobei die Geräte dieser Plätze auf andere Spielplätze übertragen werden sollen, während die weitere Nutzung noch offen ist.
Die Verwaltung schlägt ein abgestuftes Vorgehen vor. Vorrangig soll der Spielplatz am Kirchhorster See zu einem Spielplatz mit Leuchtturmfunktion ausgebaut werden. Dieses Projekt ist als Teil eines LEADER-Projektes geplant, das ein spielerisches und bewegungsorientiertes Angebot für alle Altersgruppen schaffen und die Naherholung für Familien stärken soll. Im Jahr 2027 ist die Überarbeitung des Spielplatzes Am Knick vorgesehen, dessen Anlagen überwiegend aus dem Jahr 2007 stammen. Ein Jahr später, 2028, folgt der Bau des Spielplatzes in der Neuen Mitte Kirchhorst.
Anschließend sollen die Spielplätze der mittleren Prioritätskategorie per Erweiterung und Modernisierung aufgewertet werden, wobei insbesondere ältere Geräte durch neue, gegebenenfalls inklusive Spielgeräte ersetzt werden sollen. Der Spielplatz Arnikaweg wird nach Wegfall der Tischtennisplatte als Grünfläche erhalten bleiben und könnte zukünftig als Aufenthalts- oder Bewegungsfläche genutzt werden. Die beiden Spielplätze mit niedriger Priorität werden nach Rückbau der Geräte grundlegend verändert.
Für das Haushaltsjahr 2026 stehen Mittel in Höhe von 200.000 Euro zur Verfügung. Das Spielplatzkonzept berücksichtigt unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine nachhaltige Bereitstellung attraktiver Spielangebote trotz begrenzter finanzieller Ressourcen. Die Umsetzung ist auf mehrere Jahre angelegt, beginnend mit dem Ausbau am Kirchhorster See, gefolgt von den weiteren Maßnahmen bis mindestens 2029.
Das Spielplatzkataster dokumentiert detailliert die Ausstattung der einzelnen Spielplätze mit Spielgeräten, Pflanz- und Rasenflächen sowie deren Zugänglichkeit. Dabei variiert die Ausstattung von klassischen Klettergeräten, Schaukeln und Rutschen über Tischtennisplatten und federnde Wippgeräte bis hin zu eingezäunten Bereichen mit modernem Spielgerät. Die Zugänge sind unterschiedlich gestaltet, wobei der Zugang für Rollstühle an vielen Standorten möglich ist. Einige Spielgeräte sind bereits gesperrt oder wurden erneuert.
Mit diesem Konzept strebt die Gemeinde eine zukunftsorientierte und nachhaltige Entwicklung der Kinderspielplatzinfrastruktur in Kirchhorst an, um den Einwohnerinnen und Einwohnern ein attraktives und bedarfsgerechtes Spielangebot zu bieten und die Aufenthaltsqualität in der Ortslage zu steigern.
Ausführliche Informationen stehen in den Ratsunterlagen zur Verfügung: Anlage 1 Spielplatzkonzept Kirchhorst , Anlage 2 Liste der Kinderspielplätze Kirchhorst , Vorlage.
