
Welche Auswirkungen Entscheidungen des Landes Niedersachsen auf die Entwicklung Isernhagens haben können, ist Mitte Februar bei einem Austausch in Garbsen erörtert worden. Eingeladen war auch Dr. Annette Heuer aus Isernhagen in ihrer Funktion als Co-Vorsitzende des Ortsverbands Bündnis 90/Die Grünen. Der bewusst klein gehaltene Teilnehmerkreis ermöglichte persönliche Gespräche mit Fachpolitikern und Regierungsmitgliedern.
An dem Treffen nahmen unter anderem Finanzminister Gerald Heere sowie die stellvertretende Ministerpräsidentin und Kultusministerin Julia Willie Hamburg teil. Hintergrund waren die im Zusammenhang mit dem Haushalt 2026 und dem Nachtragshaushalt 2025 beschlossenen Investitionen des Landes. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf rund 14,5 Milliarden Euro und betrifft unter anderem die kommunale Infrastruktur, die Kinderbetreuung und Schulen. Nach Angaben des Landes wurden den Kommunen zuletzt zusätzliche Investitionsmittel bereitgestellt und sie bei Energie- und Krisenkosten entlastet. Weitere finanzielle Spielräume sollen sich ab 2026 ergeben.
Im Gespräch mit Finanzminister Heere ging es nach Darstellung von Dr. Annette Heuer um den geplanten Abbau bürokratischer Hürden bei Förderprogrammen, der ab 2026 greifen soll. Vorgesehen sind vereinfachte Verfahren mit geringeren Prüfpflichten, höheren Bagatellgrenzen und schnelleren Auszahlungen. Ziel ist es, dass Kommunen künftig zügiger auf Fördermittel zugreifen können und weniger Verwaltungskapazitäten binden müssen. „Für Gemeinden ist oft nicht nur Geld entscheidend, sondern auch Zeit und Personal. Wenn Fördermittel einfacher abrufbar sind, können Projekte vor Ort schneller umgesetzt werden“, wird Dr. Annette Heuer zitiert.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Schullandschaft in Isernhagen. Mit dem schulpolitischen Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Pascal Mennen, sprach Dr. Annette Heuer über Perspektiven der Integrierten Gesamtschule und die langfristige Entwicklung der Schulplätze. Landesweit sollen im Zuge der Haushaltsplanungen rund 1.350 zusätzliche Lehrkräftestellen geschaffen werden. In diesem Zusammenhang wurde auch eine Informationsveranstaltung in Isernhagen in Aussicht gestellt.
Impulse zur Energiepolitik kamen von der Landtagsabgeordneten Marie Kollenrott. Niedersachsen deckt inzwischen rund zwei Drittel seiner Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Damit können nach Darstellung im Gespräch auch wirtschaftliche Effekte für die Region Hannover verbunden sein, etwa zusätzliche Aufträge für Handwerks- und Planungsbetriebe sowie kommunale Einnahmen. Gerade für wachsende Gemeinden wie Isernhagen werde dies künftig bei Infrastruktur- und Wärmeprojekten eine größere Rolle spielen, so Dr. Annette Heuer. Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, welche konkreten Folgen die beschlossenen Maßnahmen für die kommunale Entwicklung in Isernhagen haben können.
