CDU/FDP-Gruppe fordert Rückkehr zu Altkennzeichen

Das BU-Kennzeichen wird seit der Gebietsreform 1974 nicht mehr vergeben.
Foto: KI generiert

Die Gruppe CDU/FDP in der Regionsversammlung Hannover spricht sich erneut für die Wiedereinführung früherer Kfz-Kennzeichen aus. In einer Pressemitteilung fordert die Gruppe, die alten Unterscheidungszeichen BU für Burgdorf, NRÜ für Neustadt am Rübenberge und SPR für Springe wieder zuzulassen.

Anlass ist eine aktuelle Diskussion auf Landesebene. Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hatte sich für eine grundlegende Liberalisierung bei der Vergabe von Kennzeichen ausgesprochen. Die CDU/FDP-Gruppe sieht sich dadurch in ihrer bisherigen Position bestätigt.

Nach Angaben der Gruppe setzen sich CDU und FDP bereits seit Jahren dafür ein, den Städten Burgdorf, Neustadt am Rübenberge und Springe wieder eigene Kennzeichen zu ermöglichen. Entsprechende Anträge seien in der Regionsversammlung bislang jedoch von SPD und Grünen abgelehnt worden. Vor dem Hintergrund der neuen Signale aus Hannover sei es nun an der Zeit, die Debatte auch auf regionaler Ebene neu zu führen.

Der Vorsitzende der CDU/FDP-Gruppe, Bernward Schlossarek, erklärt dazu: „Kfz-Kennzeichen sind für viele Menschen weit mehr als eine Buchstaben- und Zahlenkombination. Sie stehen für Identität, Heimatverbundenheit und lokale Geschichte. Eine selbstbewusste Region Hannover muss keine Sorge haben, dass das ‚H‘ an Bedeutung verliert, wenn BU, NRÜ und SPR wieder zugelassen werden. Ganz im Gegenteil: Eine starke Region hält regionale Vielfalt aus und lebt davon.“

Auch die stellvertretende Gruppenvorsitzende Christiane Hinze verweist auf Erfahrungen aus anderen Regionen. „Die Wiedereinführung der Altkennzeichen seit 2012 hat bundesweit gezeigt, wie groß der Wunsch nach regionaler Verortung ist. Eigene Kennzeichen stärken nicht nur die Identifikation mit dem Wohnort, sondern bieten auch Chancen für Stadtmarketing und wirtschaftliche Sichtbarkeit. Mehr kommunale Entscheidungsfreiheit bedeutet mehr Bürgernähe“, erklärt sie.

Die CDU/FDP-Gruppe betont in ihrer Mitteilung, dass die Region Hannover von der Vielfalt ihrer Städte und Gemeinden geprägt sei. Diese Unterschiede könnten sich auch im Straßenbild widerspiegeln. Die Wiederzulassung der alten Kennzeichen sei daher aus Sicht der Gruppe ein Zeichen für kommunale Selbstbestimmung und regionale Stärke. Man wolle sich weiterhin in der Regionsversammlung für eine entsprechende Entscheidung einsetzen.

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