Gruppe Grüne/PARTEI hinterfragt Personalkosten und Wildkrautbeseitigung im Haushaltsplan

Die Gruppe Grüne/PARTEI hat im Zuge der Haushaltsberatungen zum Doppelhaushalt 2026/2027 eine Anfrage an die Gemeindeverwaltung Isernhagen gestellt, in der sie Rückfragen zu zuvor erhaltenen Antworten der Verwaltung formulierte. Die Anfrage beinhaltet detaillierte Fragen zu Personalaufwendungen in verschiedenen Fachbereichen sowie zu geplanten Ausgaben im Bereich des Wildkrautmanagements. Die Verwaltung hat hierzu eine Mitteilung mit konkreten Erläuterungen vorgelegt.

Ein zentraler Punkt der Anfrage bezieht sich auf den Rückgang der Personalaufwendungen im Bereich Naturschutz und Landschaftspflege von 86.045,55 Euro im Rechnungsjahr 2022 auf den veranschlagten Ansatz von 61.200 Euro für 2026. Die Verwaltung erklärt diesen Rückgang durch eine Umstrukturierung und Neuverteilung von Vollzeitäquivalenten (VZÄ), wobei beispielsweise bei der Amtsleitung 24 Prozent der Zeitanteile entfallen sind. Des Weiteren bezieht sich die Grüne/PARTEI auf eine Senkung der Personalaufwendungen im Bereich Jugendtreffs um 100.000 Euro, die durch das Einsparen und Nichtneubesetzen der Abteilungsleitungsstelle Jugendpflege sowie durch die Verschiebung von Stunden in die Schulsozialarbeit verursacht wird.

Im Bereich der räumlichen Planungs- und Entwicklungsmaßnahmen wurde das Produkt überarbeitet und die Stellenanteile neu verteilt. Hierdurch sind Kleinstanteile gestrichen worden und sowohl eine Ingenieurstelle als auch eine Sachbearbeitungsstelle komplett entfallen, was zu einer Verringerung der Personalaufwendungen um 410.000 Euro führt. Hinsichtlich der IT-Benutzerservicedienste erklärt die Verwaltung die rund 50.000 Euro Differenz zwischen dem ursprünglich veranschlagten Anstieg der Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen von 600.000 Euro und den tatsächlichen 550.000 Euro durch nachträgliche Preissteigerungen, zusätzliche Fortbildungsmittel und Mittel für die Umsetzung von Microsoft 365.

Die Gruppe Grüne/PARTEI hakt auch nach, warum eine halbe Stelle des Projekts „Demokratie leben“ bei der Steuerverwaltung und im Controlling eine Personalkostensteigerung von 190.000 Euro verursache. Die Verwaltung erklärt, dass diese Erhöhung nicht allein auf die neue halbe Stelle zurückzuführen sei, sondern aus der Neuorganisation und Teilung der Abteilung seit 2025 resultiere, wodurch Vollzeitäquivalente neu zugeordnet wurden. Zum Wegfall einer Stelle im Produkt Ordnungsaufgaben für das Krisenmanagement weist die Verwaltung darauf hin, dass diese Entscheidung von der Verwaltungsleitung getroffen wurde und die Aufgaben des Krisenmanagements weiterhin dem Amt 32 zugeordnet sind.

Schließlich wird die Einführung eines Wildkrautvernichtungssystems für 45.000 Euro erläutert. Bislang erfolgte die Wildkrautbeseitigung mechanisch mit einer Bürste, die langsam und personalintensiv auf Wegen zum Einsatz kam, da der Einsatz von chemischen Herbiziden verboten ist. Die Verwaltung hält eine thermische Methode, etwa mit Heißwasser oder Infrarot, nach einer Vorführung einer entsprechenden Maschine für einfacher und zielführender. Zudem besteht seitens der Verwaltungsspitze und vieler Bürger der Wunsch nach einer effektiveren Wildkrautentfernung.

Ausführliche Informationen stehen in den Ratsunterlagen zur Verfügung: Anfrage zu den Antworten auf die Fragen zum HH 2026 27 , Mitteilung.

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