Mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft der Herren vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 fordert die FDP-Fraktion in der Regionsversammlung Hannover ein frühzeitiges Mobilitätskonzept für den Nahverkehr. Ziel sei es, die Region Hannover auf mögliche zusätzliche Fahrgastströme während des Turniers vorzubereiten und einen verlässlichen Verkehr auch in den Nachtstunden sicherzustellen.
Hintergrund ist, dass viele Spiele der Weltmeisterschaft in Nordamerika aufgrund der Zeitverschiebung aus mitteleuropäischer Sicht am späten Abend oder in der Nacht stattfinden werden. Nach Auffassung der FDP reicht das reguläre Angebot unter der Woche dafür häufig nicht aus. Deshalb soll nach dem Willen der Fraktion ein erweiterter Nachtverkehr bei Stadt- und S-Bahnen auch an Werktagen geprüft werden. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Robert Reinhardt-Klein erklärte, Ziel sei ein verlässliches und möglichst stündliches Angebot in den Nachtstunden, um ungeordnete Abreiseverkehre zu vermeiden.
Darüber hinaus fordert die FDP, Kapazitäten gezielt dort zu bündeln, wo der tatsächliche Bedarf entsteht. Dies betreffe sowohl mögliche zentrale Veranstaltungsorte in Hannover wie den Waterlooplatz als auch größere Public-Viewing-Veranstaltungen in den Umlandkommunen. Vorgesehen sind dabei Taktverdichtungen und längere Züge, um auf erhöhtes Fahrgastaufkommen reagieren zu können. Auch die Busanbindungen im Umland sollen in Abstimmung mit den betroffenen Kommunen bedarfsgerecht angepasst werden.
Die FDP verweist dabei auch auf jüngste Probleme im Nahverkehr. So habe eine Überlastung der S-Bahn-Linie S1 am 18. April 2026 zu einem Fahrtabbruch geführt. Solche Vorfälle müssten durch vorausschauende Planung vermieden werden.
Ein weiterer Punkt des Antrags betrifft die Sicherheit in den Nachtstunden. Nach den Vorstellungen der FDP soll an zentralen Knotenpunkten und in den Fahrzeugen mehr Service- und Sicherheitspersonal eingesetzt werden, um das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste zu stärken.
Der Antrag wird zunächst im Verkehrsausschuss am 7. Mai, anschließend im Regionsausschuss am 12. Mai und schließlich zur Entscheidung in der Regionsversammlung am 19. Mai beraten.
