Oliver Junk fordert Ende der Schwimmoffensive

Der CDU-Kandidat für das Amt des Regionspräsidenten, Oliver Junk, fordert nach dem angekündigten Ausstieg des Regionssportbundes aus der sogenannten Schwimmoffensive ein Ende des Projekts. Ab dem kommenden Haushaltsjahr sollten nach seiner Auffassung keine weiteren Mittel aus dem Regionshaushalt mehr dafür bereitgestellt werden.

„Die Kritik des Regionssportbundes an der sogenannten Schwimmoffensive ist nachvollziehbar und konsequent. Der angekündigte Ausstieg des Verbandes ist der richtige Zeitpunkt, dieses Projekt zu beenden und ab dem kommenden Haushaltsjahr keine weiteren Mittel aus dem Regionshaushalt mehr bereitzustellen“, erklärt Junk.

Unbestritten sei, dass die Schwimmfähigkeit von Kindern ein zentrales gesellschaftliches Anliegen sei. Während und nach der Corona-Pandemie entstandene Defizite hätten aufgearbeitet werden müssen. Hierfür sei die Schwimmoffensive nach Ansicht Junks ein geeignetes Instrument gewesen.

Heute zeige sich jedoch deutlich, dass das Projekt seine ursprüngliche Funktion erfüllt habe und strukturelle Schwächen aufweise. So fließe mittlerweile mehr Geld in Verwaltung, Koordinierung und Öffentlichkeitsarbeit als direkt in Schwimmkurse. Aus einer Antwort der Regionsverwaltung auf eine Anfrage des Regionsabgeordneten Bernward Schlossarek vom 23. April 2026 werde laut CDU deutlich, dass in den Jahren 2022 bis 2025 rund 585.000 Euro für die Koordinierungsstruktur ausgegeben worden seien, während etwa 496.000 Euro unmittelbar in Kursangebote investiert worden seien.

Zudem offenbare die Umsetzung erhebliche regionale Ungleichgewichte. Ein Großteil der Maßnahmen konzentriere sich auf die Landeshauptstadt Hannover, während Kinder aus zahlreichen Kommunen, darunter Burgdorf, Neustadt am Rübenberge, Pattensen oder Uetze, bislang nicht berücksichtigt worden seien.

Gleichzeitig fehle es nach Ansicht Junks an Transparenz und Steuerung. Die Regionsverwaltung finanziere eine Koordinationsstruktur, verfüge aber nach eigener Aussage nicht über detaillierte Kenntnisse der Aufgabenverteilung innerhalb der Projektpartner. Eine unabhängige externe Evaluation zur tatsächlichen Wirkung des Programms existiere ebenfalls nicht. Besonders kritisch sei, dass trotz dieser erkennbaren Defizite derzeit keine strukturellen Anpassungen vorgesehen seien.

Der Regionssportbund mache eine sehr gute Arbeit für die gesamte Region Hannover, so Junk. Er erfülle wichtige Funktionen, weshalb dessen Kritik besonders ernst zu nehmen sei. Die Mittel sollten künftig gezielt und unmittelbar den Sportvereinen sowie Schulen zur Verfügung gestellt werden. Dort entstünden nachhaltige Strukturen, Kinder würden langfristig an Bewegung und Sport gebunden und das Ehrenamt gestärkt.

„Statt paralleler Projektstrukturen braucht es eine Stärkung der bestehenden Systeme – effizient, transparent und gerecht für die gesamte Region. Auch an dieser Stelle wird sichtbar: Die Region benötigt einen Neustart“, so Junk.

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