
Der Unterricht wurde zur Weltbühne: Rund 30 Schüler des beruflichen Gymnasiums und der Berufseinstiegsschule der BBS Burgdorf haben beim Planspiel „h.e.l.p.“ des Deutschen Jugendrotkreuzes die Rollen von UN-Delegierten, Diplomaten, Pressevertretern und internationalen Verhandlungspartnern übernommen. Statt trockener Theorie standen Entscheidungen, Konflikte und Verantwortung im Mittelpunkt. Ziel war es, einen bewaffneten Konflikt friedlich zu lösen.
In einem fiktiven internationalen Krisenszenario verhandelten die Teilnehmer über Krieg, Flucht, Menschenrechte und humanitäre Hilfe. Es wurde diskutiert, argumentiert, taktiert und um Lösungen gerungen, ähnlich wie in den Vereinten Nationen. Dabei wurde deutlich, dass Demokratie vom Zuhören, vom Kompromiss und vom Mut lebt, eine Position zu beziehen.
Besonders beeindruckend war nach Angaben der Schule das Engagement der Schüler. Mit großer Ernsthaftigkeit entwickelten sie Strategien, reagierten auf neue Informationen und arbeiteten gemeinsam an tragfähigen Vereinbarungen. Unter der Leitung der UN konnten am Ende sogar erste Verträge geschlossen werden. Die Schule wertet dies als starkes Erlebnis von Selbstwirksamkeit und Verantwortung.
Ein besonderer Dank gilt den drei Spielleiterinnen aus dem zwölften Jahrgang des beruflichen Gymnasiums, die das Planspiel vorbereitet und begleitet haben. Nach Einschätzung der BBS Burgdorf zeigen solche Erfahrungen, was Schule dort bedeutet: Sie soll auf das echte Leben vorbereiten.
