Die Gemeinde Isernhagen befasst sich mit dem Antrag auf Errichtung einer Fußwegeverbindung zwischen Lohne und Kirchhorst am RRB sowie mit dem gleichlautenden Antrag im Ortsteil Kirchhorst. Nach Darstellung der Verwaltung geht es dabei um die Frage, ob die Fuß- und Radwegverbindung im Außenbereich beleuchtet werden soll.
Aus Sicht der Nutzer seien die Anträge nachvollziehbar, die Fuß- und Radwegverbindung zwischen Lohne und Kirchhorst zu beleuchten, heißt es in der Mitteilung. Dem stehe jedoch die bisherige Entscheidung entgegen, Rad- und Fußwegverbindungen im Außenbereich nicht zu beleuchten, weil jede Ausnahme weitere Begehrlichkeiten an anderer Stelle in der Gemeinde wecken könne.
Die Verwaltung verweist darauf, dass die Gemeinde Isernhagen einen Beleuchtungsvertrag mit der Avacon habe, der Neubeschaffungen sowie den Austausch von Beleuchtungskörpern regle und an den die Gemeinde gebunden sei. Die vorgeschlagene Leuchte entspreche nicht dem Leistungskatalog der Avacon, die mit anderen Vertragspartnern zusammenarbeite. Daher habe die Verwaltung die Avacon um ein Angebot für eine vergleichbare Leuchte gebeten.
Nach dem aktuellen Angebot würden sich die Kosten für drei Duo-Set-Protos-150-Leuchten auf 16.500 Euro belaufen. In dieser Summe seien Masten, Akku, GPS-Controller, GPS-Antenne und Bewegungsmelder enthalten. Hinzu kämen nach dem Rahmenvertragspartner des AGL rund 500 Euro pro Leuchte für das Aufstellen, insgesamt also etwa 3.000 Euro. Die Kosten für die Beleuchtungsmaßnahme würden sich damit zum jetzigen Zeitpunkt auf etwa 20.000 Euro belaufen. Die Solarleuchten benötigten keine Kabel, würden einen Meter tief mit Betonfundament in den Boden gesetzt und hätten eine Höhe von 4,20 Metern ab Boden. Eine Lichtberechnung müsse allerdings noch vorab erfolgen, und diese Kosten seien in der genannten Summe noch nicht enthalten.
Für die Finanzierung verweist die Verwaltung auf noch verfügbare Mittel auf den Investnummern 6541.643.1 für das Straßenbeleuchtung-Sanierungsprogramm Leuchten und 6541.643.3 für die Straßenbeleuchtung zur Erneuerung von Schaltstellen. Für dieses Jahr stünden insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung. Gleichzeitig seien bereits Leistungen für den Kauf von 50 Micro-Luma-Leuchtenköpfen reserviert, außerdem stehe die sukzessive Installation von Tonrundsteuerempfängern für die vorhandenen 90 Schaltstellen an. Hierfür seien rund 50.000 Euro veranschlagt. Weitere Umrüstungen der alten Leuchtenköpfe seien geplant, sodass das vorhandene Finanzvolumen voraussichtlich ausgeschöpft werde.
Unabhängig von der finanziellen Betrachtung und der Grundsatzfrage der Beleuchtung im Außenbereich verweist die Verwaltung auf die Mitteilung M/2026/039. Dort sei deutlich formuliert worden, dass wegen der hohen Vakanzen in der Tiefbauabteilung derzeit nur Maßnahmen zur Verkehrssicherung und bereits laufende Maßnahmen umgesetzt werden könnten. Die Verwaltung schlägt deshalb vor, beide Anträge auf das kommende Jahr vorzutragen.
Ausführliche Informationen stehen in den Ratsunterlagen zur Verfügung: Mitteilung.
