Tempo 30 und Ampelsicherheit in Kirchhorst

In Kirchhorst geht es um zwei verkehrsbezogene Themen an der K 112 und im Bereich der Steller Straße. Die Eingabe ist als Vorlage zur Sitzung des Ortsrates am kommenden Donnerstag, 20. Mai 2026, gekennzeichnet und befasst sich mit einer Temporeduzierung zwischen den Straßen „Im Kurzen Felde“ und „Krumpelweg“ sowie mit der Ampelanlage an der Steller Straße in Höhe „Maikäfer“.

Nach der Darstellung wurde das Thema bereits in der Ortsratssitzung am 11. Februar 2026 mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern erörtert. Dabei sei vereinbart worden, dass die Punkte auch formal behandelt und im Sinne einer Beschlussfassung über die Gemeinde Isernhagen an die Region weiterverfolgt werden sollen. Die Vorlage verweist zudem darauf, dass der Ortsrat Kirchhorst bereits in seiner Sitzung am 7. Juni 2023 im Zusammenhang mit dem Modellprojekt Tempo 30 befürwortet habe, zwischen den Straßen „Im Kurzen Felde“ und „Krumpelweg“ eine Geschwindigkeitsreduzierung einzuführen.

Als Begründung wird angeführt, dass sich an dem Schutzbedarf für Kinder und Jugendliche sowie für mobilitätseingeschränkte Personen nichts geändert habe und sich die Gefahrensituation nach dem Ende des Modellversuchs und der Rückkehr zu Tempo 50 wieder verschärft habe. Für das Wohngebiet Hainholz, das über die Einfahrt Im Kurzen Felde erschlossen ist, wird darauf verwiesen, dass dort viele Kinder mit dem Fahrrad Richtung Schule die K 112 von Süden nach Norden überqueren müssen. Außerdem werde die Einmündung Krumpelweg am Wochenende sowie nachmittags und abends stark von Kindern auf dem Fahrrad genutzt, die zum Sportplatz fahren, und auch Kinder und Radfahrer aus dem Mühlenweg müssten dort Richtung Kirchhorst die K 112 queren. Bereits für den Krumpelweg sei eine Tempo-30-Regelung vorgesehen worden, um die Gefahrensituation zu entschärfen.

Zum zweiten Thema wird auf die Ampelanlage an der Steller Straße in Höhe „Maikäfer“ verwiesen. Dort bestehe nach der Darstellung eine ähnliche Problematik, weil Kinder aus der Moorstraße die Ampel nutzen könnten, zugleich aber bereits häufig zu hohe Geschwindigkeit beobachtet worden sei und die Ampel trotz wartender Kinder, zum Teil sogar bei Rot, nicht beachtet werde. Zusätzlich wird beschrieben, dass Kinder aus der Moorstraße und vom Im Kurzen Felde, wenn sie von Süden nach Norden wechseln wollen, auf dem Fahrradangebotsweg in unzulässiger Richtung und damit dem fließenden Verkehr entgegen fahren müssten, während sie auf dem Schulweg in Richtung Kirchhorst die Ampel nutzen müssten, um auf die richtige Seite zu gelangen.

Die Vorlage nennt außerdem einen Parkplatz mit zwei Ausfahrten im Ampelbereich am „Maikäfer“, wodurch sich Kinder, die nur die verkehrte Fahrtrichtung nutzen können, nach der Darstellung in einer gefährlichen Lage zwischen entgegenkommendem Verkehr und den Parkplatzausfahrten befänden. Hinzu komme, dass ein wünschenswerter Messpunkt für eine Verkehrsüberwachung fehle und die Ampel bei Sonnenaufgang in östlicher Richtung sowie bei Sonnenuntergang in westlicher Richtung schwer erkennbar sei. Möglichkeiten einer Dauerblinkeinrichtung oder von Vorwegweisern seien bislang nicht installiert worden. Der Ortsrat appelliert daher an die Verantwortlichen der Verkehrsaufsicht, die Gefahrensituation durch eine Temporeduzierung und eine bessere Sichtbarkeit der Ampel zumindest zu entschärfen.

Ausführliche Informationen stehen in den Ratsunterlagen zur Verfügung: SV 084 2026.

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