Umweltschutzverein schlägt Biotop-Projekt am Lessingbach vor

Der Lessinggraben.

Der Umweltschutzverein Isernhagen und Umgebung hat der Gemeindeverwaltung eine Projektidee zur Biotop-Entwicklung nahe der Tonkuhle in Altwarmbüchen vorgestellt. Entwickelt wurde der Vorschlag gemeinsam mit dem Gymnasium Isernhagen, das als „Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet ist.

Parallel stellten Schüler des Gymnasiums das Projekt im Rahmen der kommunalpolitischen Tage im Rathaus vor. Ziel des Vorhabens ist es, im Bereich des sogenannten Lessinggrabens dauerhaft Wasser zu halten und so ein wertvolles Biotop zu entwickeln.

Aktuell wird Niederschlagswasser aus dem Baugebiet südlich der Tonkuhle im letzten Abschnitt parallel zur K 114 in einem offenen Graben geführt. Dieser Graben weist nach Angaben des Umweltschutzvereins eine sehr gute Gewässerbettgüte auf. Genannt werden unter anderem Muldenquerschnitte mit zahlreichen Ausbuchtungen und Verbreiterungen.

Am Ende leitet eine Rohrstrecke mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern das Regenwasser in die Wietze. Diese letzte Rohrstrecke ist nach Angaben des Vereins so tief angeordnet, dass das Grabenstück bei längerer Trockenheit vollständig leerläuft und austrocknet.

Die Projektidee sieht deshalb vor, durch eine vorgelagerte kleine Staustufe Wasser dauerhaft im Graben zu halten. Denkbar sei etwa ein Staubrett quer im Graben, rund 15 Zentimeter über der Sohle des Abflussrohres. Dadurch könnte sich der Bereich zu einem dauerhaften Lebensraum entwickeln.

Der Umweltschutzverein bietet an, die Kosten für das Projekt und, falls gewünscht, auch die didaktische Begleitung zu übernehmen. Das Gymnasium Isernhagen habe großes Interesse signalisiert und könne sich nach Angaben des Vereins auch eine Beteiligung von Schülergruppen vorstellen.

Die Verwaltung und der Ausschuss für Umwelt, Klima und Mobilität hätten das Projekt in der Sitzung am 4. Juni 2026 begrüßt und sich zustimmend geäußert, teilt der Umweltschutzverein mit. Zugleich habe die Verwaltung darauf hingewiesen, dass die Erstellung des wasserrechtlichen Antrags bei der unteren Wasserbehörde derzeit wegen mehrerer unbesetzter Stellen nicht möglich sei.

Der Umweltschutzverein nimmt nach eigenen Angaben positiv zur Kenntnis, dass die Gemeinde das Projekt nach Gewinnung neuer Mitarbeiter wieder begleiten wolle. Zugleich bedankt sich der Verein bei der Verwaltung für die bisherige Unterstützung.

Besonderen Respekt spricht der Umweltschutzverein der Schülergruppe des Gymnasiums Isernhagen aus. Diese habe am 4. Juni bis zum Ende der langen Tagesordnung ausgeharrt, um den Fortgang des Projekts zu verfolgen. Die Schüler seien sehr daran interessiert, praktisch aktiv werden zu können.

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