Landtagsabgeordnete Djenabou Diallo Hartmann besucht DRK-Bereitschaft in Isernhagen

Djenabou Diallo Hartmann (4. von rechts) informierte sich beim DRK-Ortsverein Isernhagen-

Die große Halle an der Chromstraße 8 in Isernhagen H.B. liegt etwas verborgen im Gewerbegebiet – und ist doch ein zentraler Ort für den Bevölkerungsschutz in der Gemeinde und der Region. Am 7. Januar 2026 informierte sich die Landtagsabgeordnete Djenabou Diallo Hartmann (Bündnis 90/Die Grünen) dort über die Arbeit der DRK-Bereitschaften und des Katastrophenschutzes für Isernhagen, Burgwedel und die Wedemark.

Begleitet wurde Diallo Hartmann von ausgewählten Fraktionsmitgliedern und Vorständen der Grünen aus den drei Kommunen. Aus Isernhagen nahmen der Fraktionsvorsitzende Fabian Peters sowie die Ratsfrau Anke Schmidt teil. Im Mittelpunkt des Besuchs stand der Austausch mit den Ehrenamtlichen vor Ort über ihre Aufgaben, Herausforderungen und die Bedeutung verlässlicher politischer Rahmenbedingungen.

Empfangen wurde die Delegation von Bereitschaftsleiter Kevin Reer und Ulrich Riepling, Teamsprecher des DRK-Ortsvereins Wedemark. Sie gaben einen detaillierten Einblick in die vielfältigen Einsatzbereiche der Bereitschaften: von Sanitätsdiensten bei Großveranstaltungen über die Versorgung bei Hochwasserlagen bis hin zu Technik, Logistik und Verpflegung im Katastrophenfall. Die Bereitschaften an der Chromstraße sind für drei Kommunen zuständig und damit ein wichtiger Bestandteil der regionalen Gefahrenabwehr.

Für Isernhagen hat das Deutsche Rote Kreuz eine besondere Bedeutung. Der Ortsverein blickt auf eine 80-jährige Geschichte zurück. Gegründet wurde die erste Bereitschaft 1938 von Emma Jung aus Klein Isernhagen und Ilse Hochhuth aus Isernhagen H.B. – in einer Zeit ohne ärztliche Versorgung vor Ort, ohne Autos und mit großen Entfernungen zu medizinischer Hilfe. Während des Zweiten Weltkriegs sowie in den Nachkriegsjahren übernahmen die Helferinnen und Helfer unter anderem die Betreuung von Flüchtlingen und Geschädigten. Dieses ehrenamtliche Selbstverständnis prägt den Ortsverein bis heute.

Aktuell hat das DRK Isernhagen rund 1000 Mitglieder, etwa 70 davon sind aktiv im Einsatz. Sie treffen sich wöchentlich zur Ausbildung und stehen bereit, wenn der Melder alarmiert. Als Teil des DRK-Regionsverbandes Hannover sind sie eingebunden in eine leistungsfähige Struktur mit sieben Einsatzzügen und mehr als 500 Aktiven in der Region.

Deutlich wurde beim Besuch auch, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, sich beim DRK in Isernhagen zu engagieren. Mitmachen können grundsätzlich alle Interessierten ab 16 Jahren – unabhängig von Beruf oder Vorkenntnissen. Ob im Sanitätsdienst, in der Technik, in der Verpflegung oder in organisatorischen Aufgaben: Die Einsatzfelder sind breit gefächert. Voraussetzung ist eine Grundausbildung, die Theorie und Praxis verbindet und vom DRK übernommen wird. Die regelmäßigen Übungsdienste finden wöchentlich an der Chromstraße statt und bilden die Grundlage für die Einsatzbereitschaft im Ernstfall.

Djenabou Diallo Hartmann kennt diese Arbeit nicht nur aus der politischen Perspektive: Sie ist Mitglied im ehrenamtlichen Präsidium des Roten Kreuzes in der Region Hannover, das die Verbandsaufsicht über den DRK-Region Hannover ausübt. Der Regionsverband vereint rund 32.000 Mitglieder, etwa 4300 Ehrenamtliche und rund 2500 hauptamtlich Beschäftigte. Beim Besuch in Isernhagen hob Diallo Hartmann die Bedeutung des Ehrenamts für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und einen funktionierenden Katastrophenschutz hervor.

Ein zentrales Thema war auch die Situation der Ehrenamtlichen selbst. Fabian Peters machte deutlich, wo er politischen Handlungsbedarf sieht: „Die Helferinnen und Helfer hier in Isernhagen sind hervorragend ausgebildet und jederzeit einsatzbereit. Anders als bei der Freiwilligen Feuerwehr gibt es für Beschäftigte im DRK-Bereich jedoch keinen gesetzlichen Anspruch auf Freistellung durch den Arbeitgeber. Das ist ein strukturelles Problem, das aus meiner Sicht auf Bundesebene gelöst werden muss.“

Auch innerhalb der Grünen in Isernhagen wurde der Besuch im Nachgang reflektiert. Die Co-Vorsitzende Dr. Annette Heuer erklärte dazu: „Was mir Djenabou Diallo Hartmann, Anke Schmidt und Fabian Peters vom Besuch berichtet haben, zeigt sehr eindrucksvoll, wie unverzichtbar das Engagement des DRK für Isernhagen ist. Diese Arbeit verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch verlässliche politische Unterstützung – insbesondere für die vielen Ehrenamtlichen, die im Einsatzfall Verantwortung für unsere Gemeinschaft übernehmen.“

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